es wird immer nur darüber gesprochen dass während des Krieges nur die NZ 350 und die RT 125 produziert wurden, aber DKW hat noch ein weiteres Produkt für die Wehmacht produziert:
Den Funkwürfel AU KL 100 bzw. C1, später C100 auch bekannt als Maschinensatz.
Hierbei handelt es sich um ein Stromerzeugeraggregat, also einen DKW-Zweitaktmotor Typ KL 100/C1/C100, der 1,8 PS hat und einen fest montierten Bosch-Generator antreibt, an dem man wahlweise zwei Spannungen abgreifen kann:
24 Volt und 1000 Volt.
Dazu muss man nur die Steckverbindung umstecken.
Die Motornummern für dieses Gerät tauchen übrigens auch in der Liste der DKW-Motornummern im Downloadbereich auf.
Der Zweck des Gerätes war es, im Feld Funkgeräte netzunabhängig zu betreiben.
Die ersten Modelle mit Motor C1 wurden über eine Kurbel gestartet, später beim Motor KL 100 bzw. C100 über einen der ersten Reversierstarter überhaupt (Mit Notaufrollvorrichtung bei Federbruch).
Die Schalldämpfung erfolgt über einen voluminösen Schalldämpfer der unter der Aggregateplatte sitzt.
Damit können die Geräte auch im Feld verhältnismäßig leise betrieben werden.
Zum Würfel gehören ein Deckel, der das ganze absolut handlich zum Kasten macht und drei darin befindliche Kästen mit Werkzeug und Ersatzteilen.
Das Ganze hat unglaublich viel Mühe gemacht und muss wahnsinnig teuer gewesen sein, alle Ersatzteile sind auf Pappe aufgenäht und einzeln beschriftet, zusätzlich gibt es noch eine Gesamtübersicht im Deckel der jeweiligen Box.
Das ganze Gerät ist feldgrau lackiert, wirkt aber fast oliv.
Als eines der ersten Geräte ist es über einen speziellen Zündkerzenstecker funkentstört.
Anbei ein paar Bilder:











